Tuesday, August 29, 2006

„FREIZEITGESTALTUNG IN ISTANBUL“

Die Stadt Istanbul gehört zu einen der größten Kulturerben der Weltgeschichte, in ihr lebt nicht nur die Vergangenheit sondern auch die moderne Gegenwart, Synthese aus Moderne und Vergangenheit und ist in keiner Stadt vergleichbar anzufinden und passend wie in Istanbul. Das hektische Leben, der Verkehr und die Stadt an sich, wie sie trotz dieser Unübersichtlichkeit funktioniert ist zu bewundern. Sie ist immer noch konstant am wachsen obwohl sie schon aus allen Nähten zu platzen droht.
Migranten aus ganz Anatolien zogen und ziehen, auf der suche nach Arbeit und einem besseren Lebensstandart als in ihren Dörfern, immer noch nach Istanbul. Es gibt im Türkischen ein Sprichwort, “Istanbuls Erde und Steine sind aus Gold“.

Wenn man sich die Statistiken anschaut sieht man, dass der größte Teil der Bevölkerung in der Türkei sein Einkommen durch Landwirtschaftsichert. Doch ist es heut zu tage eine sehr schwere Aufgabe als einfacher Bauer sein Leben zu finanzieren. Dieselpreise steigen und das Einkommen aus der Ernte ist so gering, dass man sich kaum noch über dem Boden halten kann. Es wanderten daher in den letzten 40 Jahren immer mehr Menschen nach Istanbul aus und verkauften dafür ihr Land und Haben, um in Istanbul sesshaft zu werden.

Die Migranten sind Größtenteils durch das geringeBildungsniveau und die Armut (geringer Lebensstandart) geprägt. Dieser Teil der Bevölkerung ist sehr Kulturabhängig. Auf der anderen Seite haben wir den Mittelstand und den gehobenen Mittelstand mit einem höheren Bildungsniveau und einem höheren Lebensstandart, die man als sehr modern bezeichnen kann. Fast jeder Istanbuler lebt seine Kultur im unterschiedlichsten Sinne.
Diese Unterschiede des Auslebens und die finanzielle Situation prägen das Verhalten der Istanbuler sei es in ihrer Freizeit, als auch in ihrem Alltag.
Istanbul hat wie jede große Metropole verschiedene Wohngebiete, in denen Menschen aus verschiedenen Schichten vertreten sind.

Unser Thema des Istanbulseminars war die Freizeitgestaltung der Istanbuler! So haben wir es uns zu Aufgabe gemacht, bei unserer 5tägigen Exkursion genau dies herauszufinden.
Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns zunächst einen Fragebogen zu erstellen und Menschen aus verschiedenen Schichten zu dem Thema Freizeit und Freizeitgestaltung zu befragen. Woher sie kommen? Alter? Tätigkeit? Was machen Sie in Ihrer Freizeit? und andere Fragen wurden in unserem Fragebogen gestellt um das Freizeitverhalten zu analysieren und herauszufinden was den Menschen in Istanbulwichtig ist.
Wir befragten junge und alte Leute, arme und reiche, Menschen unterschiedlichster Tätigkeit, vom Politiker bis zum einfachen Schuhputzer. Wir bekamen recht viele interessante und unterschiedliche Antworten zu diesem Thema und konnten daraus unsere Schlüsse ziehen wie sich der Istanbuler in seiner Freizeit verhält. Man muss in Istanbul beachten, dass das Freizeitverhalten sehr unterschiedlich ist da die Menschen teilweise aus sehr verschiedenen Verhältnissen stammen und der Unterschied zwischen arm und reich recht groß ist.

Nach unserer erfolgreichen Befragung, machten wir uns auf den Weg einige der genannten Ortschaften wo die Istanbuler Ihre Freizeit verbringen aufzusuchen und um uns vom Freizeitverhalten der Istanbuler zu überzeugen. Wir machten eine kleine Weltreise durch Istanbul bis sehr weit außerhalb Istanbuls. Wir besuchten Einkaufszentren, waren am Strand von Büyükcekmece, machten eine kleine Bosporus-Rundfahrt und waren bei einer Go- Kart- bahn außerhalb von Istanbul. Wir stellten fest das Istanbul nie schläft. Es ist immer was los. So findet man um 4 Uhr nachts immer noch viele Leute die auf der Istiklal spazieren gehen.

Fragebogen


Wie verhalten sich Istanbuler in Ihrer Freizeit und wie gestalten sie diese?

Fragebogenauswertung


Einige Istanbuler können ihre Freizeit in vollen Zügen genießen und es sich oft gut gehen lassen, andere wiederum haben einen Fulltimejob und kommen nicht dazu jeden Tag ihre Freizeit zu genießen. Diese arbeiten sehr lange und wollen sich nach einem bis zu 12 Stunden Tag nur noch Zuhause entspannen. Für diese ist Freizeit ein Luxus den sie sich am Wochenende vielleicht mal gönnen können. Ein Taxifahrer erzählte uns, dass er fast 14 Stunden arbeitet und wenn er nach Hause kommt will er nur noch ein bisschen Zeit mit seiner Familie verbringen und schlafen gehen um am nächsten Tag wieder Fit zu sein.

Bei unseren Befragungen trafen wir zufällig auf zwei Politiker, die in einer der Nebenstraßen der Istiklal, Tavla spielten. Egal ob jung oder alt, arm oder reich, die Leute in Istanbul spielen das traditionelle Spiel Tavla (Backgammon). Es gibt Zahlreiche Kahveler (Cafes) wo sich die Männer treffen, unterhalten und Backgammon spielen. Das ist ihre Art sich zu entspannen, sagte uns Mehmet in einer Kahve in Esenler, ein Stadtteil von Istanbul. Es gibt mittlerweile auch solche Cafes wo sich die Frauen treffen und Tavla spielen. Man findet auch viele junge Leute in kleinen Cafes, in denen man Nagile (Wasserpfeife) rauchen kann.

Die ärmeren Menschen können es sich nicht leisten jeden Tag in Beyoglu in den Nebenstraßen der Istiklal ihr Geld auszugeben. Sie verbringen Ihre freie Zeit mit ihren Liebsten, ihrer Familie. Die tun sie aber gerne. Denn den Türken liegt viel an Ihrer Familie und deswegen verbringen auch junge Leute oder Jugendliche ihre Freizeit gerne auch mit Ihrer Familie. Den Jugendlichen und Schülern ist es sehr wichtig viel mit Ihren Freunden und ihrer Clique zu unternehmen und neue Leute kennen zu lernen. Sie gehen aber auch oft ins Kino oder in Internetcafes oder schauen Fern.

Beliebte Orte an denen die Istanbuler ihre Freizeit verbringen



Eins der beliebtesten Orte an denen die Istanbuler ihre Freizeit verbringen ist vor allem die Fußgängerzone im europäischen Einkaufs- und Ausgehviertel Beyoglu.

Auf der Istiklal Straße tobt das Leben rund um die Uhr und das Publikum könnte nicht bunter sein. Familien Bummeln, verliebte Pärchen gehen spazieren, Jugendliche laufen Arm in Arm und singen, alte Leute treffen sich und reden über alte Zeiten.

In den historischen Gebäuden reiht sich ein Café an das andere und dazwischen laden Mode-, Buch- und Musikläden, die die neuesten Hits über Lautsprecher auf die Straße übertragen, zum Bummeln ein.
Auch in den Seitenstraßen der Istiklal Caddesi gibt es unzählige Restaurants und Diskos. Ein traditioneller Treffpunkt ist die Cicek Pasaji, die Blumenpassage, die von der Fußgängerzone abgeht. Dort sitzen die Istanbuler in engen Gassen oder auf Terrassen und essen Meze. Das sind Vorspeisen wie Kichererbsenpüree, Auberginenpaste, gefüllte Weinblätter, gebratene Leber oder eingelegte Sardinen. Dazu trinken die Einheimischentürkisches Efes-Bier oder den Anisschnaps Raki, der mit Wasser und Eis verdünnt wird.
Gypsy- Musiker ziehen von Lokal zu Lokal und spielen der trinkfreudigen
Gesellschaft kleine Ständchen. Zu später Stunde singen die Gäste melancholische Lieder über eine verlorene Liebe oder über die Schönheit Istanbuls.

Relativ neu ist die Vergnügungsstraße Fransiz Sokak, die Französische Straße. Sie liegt in Beyoglu, hinter der Galatasaray Schule. Investoren kauften vor ein paar Jahren historische Häuser in einer alten Gasse auf und verwandelten sie in schmucke Cafés, Restaurants und Galerien. Die reiche Istanbuler Gesellschaft feiert dagegen lieber am Bosporus. Die schönen, romantischen Fischlokale wie das «Iskele» liegen direkt am Wasser. Das Restaurant im europäischen Viertel Yeniköy ist in einer historischen Bootsanlegestelle untergebracht. Auch hier essen die Gäste Vorspeisen und danach gegrillten oder in Salzkruste gebackenen Fisch.

Zwischen all den Cafés und Restaurants am Bosporus liegen die Nobel-Clubs der Stadt. Wer sie nicht finden sollte, möge einfach den großen BMWs, Ferraris und Jaguars folgen. Denn diese halten meist direkt vor den Partyburgen wie dem «Reina» oder dem «Anjelique» im Viertel Ortaköy an. Bis Mitternacht wird hier diniert. Danach verwandeln sich die Gourmet-Tempel in vibrierende Clubs - mit grandiosem Blick auf die asiatische Seite der Stadt und vorbeifahrende Tanker aus aller Welt.



Viele jüngere Leute in Istanbul entspannen am Wochenende oder in Ihrer Freizeit bei einer gemütlichen Bosporus- Bootstour. Auch ein Istanbul- Aufenthalt ohne eine Schiffsfahrt am Bosporus wäre unvollständig. An den beiden Ufern dieser Wasserstraße, die Europa und Asien voneinander trennt, herrscht ein harmonisches Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart, von Glanz und schlichter Schönheit. Am besten genießt man die Bootstour an Bord eines Schiffes der städtischen Schifffahrtslinie. Es gibt aber auch Sonderfahrten, die etwa sechs Stunden dauern und von Tourveranstaltern angeboten werden. Ausgangspunkt einer Bootstour ist meist die Anlegestelle Eminönü. Man fährt an der prachtvollen 600 Meter langen Front des Dolmabahce- Palastes vorbei, worauf die Yildiz- Palastanlage folgt. Dann kommt der Ciragan- Palast, der restauriert und in ein Hotel umgewandelt wurde. In Ortaköy, der nächsten Anlegestelle, herrscht seit hunderten von Jahren religiöse Toleranz, wie eine Moschee, eine Synagoge und eine Kirche in trauter Nachbarschaft bezeugen. Dort stellen auch viele Künstler jeden Sonntag ihre Arbeiten auf der Straße zum Verkauf aus. Einen starken Kontrast zu der tradi

tionellen Architektur von Ortaköy bildet die Bosporusbrücke, die, als eine der längsten Hängebrücken der Welt, Europa mit Asien verbindet.

Man bekommt auf der Bosporus - Bootstour viel zu sehen und man kann sich hervorragend entspannen, wie es viele junge Leute am Wochenende auch machen. Sie nehmen an einfachen Bootstouren teil oder fahren mit den Fähren auf die Prinzeninseln.




Die Prinzeninseln sind eine Inselgruppe, bestehen aus neun „Inselchen“, Südöstlich von Istanbul im Marmarameer. Wobei nur vier von den neun Inseln besiedelt sind. Diese vier Hauptinseln heißen Kınalıada, Burgazadası, Heybeliada und Büyükada. Mit der Fähre sind sie in rund einer Stunde zu erreichen.


Die Prinzeninseln sind ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Istanbuler. Im Wint
er befinden sich vielleicht gerade mal 10.000 Menschen auf den Inseln. Doch ab dem Frühling ändert sich alles und die zahl der Menschen auf den Inseln steigt bis auf 100.000. Die Fähren sind an den Wochenenden mit den „Insel-Liebhabern“ überfüllt. Motorfahrzeuge sind hier nicht erlaubt. Stattdessen wird man mit Pferdekutschen rum kutschiert. Also einfach zurücklehnen und sich wie ein Sultan fühlen.

Auf den Inseln gibt es auch keine Hochhäuser, dafür aber viele im Jugendstil konstruierten Sen.ommervillen und Einfamilienhäuser mit schönen Gärten, die alle farblich sehr schön miteinander harmonieren. Das ist so was wie eine „Insel-Kultur“. Die Inseln haben viele andere Besonderheiten. Z.B. auf den Hügeln befinden sich Kirchen, Moscheen und Kloster. Sehenswert sind insbesondere die Pinien- und Kieferwälder Außerdem kann man in den Restaurants auf den Feldern grillen und dabei schöne Unterhaltungen machen. Oder man geht in einen der vielen Fischrestaurants. Am Kai wird dann bei einem schönen Ausblick der „Çay“ getrunken.



Viele ältere Istanbuler erinnern sich noch daran, wie es damals noch in den 50er Jahren var. Damals konnten die Mensche an vielen Istanbuler Stränden im Meer schwimmen. Wegen der Verschmutzung des Meeres verschwanden in der Stadt gelegene traditionelle Badeorte allmählich. Aber seit einigen Jahren werden viele Strände wieder sauber gemacht.
Die beliebtesten Strände in der Stadt sind zurzeit in Küçükçekmece, Sarıyer, Bakirköy und auch der Bosporus. Außerhalb der Stadt sind die beliebten Strände am Marmarameer die Prinzeninseln, Silivri und Tuzla. Und am Schwarzen Meer sind es Kilyos und Sile. Wobei Sile gut 50 Kilometer außerhalb von Istanbul ist. Kilyos ist ein kleiner ruhiger Badeort und wurde in den letzten Jahren ein sehr populärer Ausflugsort der Istanbuler. An diese Strände kommt man am Besten mit Auto oder dem Bus z. B. von der Üskükar aus. Auch auf den Prinzeninseln hat man wieder die Möglichkeit zu baden und dies nutzen auch viele Istanbuler aus.




Bei unseren Befragungen erzählten uns viele Leute, dass sie am Wochenende gerne grillen gehen. Einige erzählten uns von dem Waldgebiet Belgrad Ormanlari.
Viele Istanbuler fahren am Wochenende landeinwärts auf der europäischen Seite nach Belgrad Ormanlari, das größte Waldgebiet Istanbuls das beliebt für Picknicks und Grillpartys ist. Dort bieten sieben Stauseen, mehrere Wasserquellen und der Kemer Golf- und Countryclu
b garantiert eine angenehme Freizeitgestaltung. Die osmanischen Aquädukte aus dem 16
. Jahrhundert verleihen diesem Landstück eine majestätische Note.
Aber nicht nur dort grillen die Istanbuler. Nein, wir fanden so
gar heraus, dass man direkt an der Autobahn grillen kann. Bei unserer Exkursion in Istanbul sahen wir aus dem Taxi, auf den Hügeln neben den Zufahrtsautobahnen nach Istanbul, Leute die picknickten und grillten. Diese Hügel sind am Wochenende beliebte Grill- und Picknickplätze. Das Auto wird hierbei auf dem Standstreifen geparkt.



Das Einkaufszentrum der Stadt Istanbul ist die große „Istiklal Caddesi“ in Beyoglu. Dort befinden sich neben den einheimischen und internationalen Läden Waren für jedes Portemonnaie. Die lebendige Straße zwischen Galatasaray und dem Taksim-Platz finden die jungen Istanbuler unterhaltsamer als alle anderen Freizeitbeschäftigungen.
Die zahlreichen schicken und modernen Boutiquen und Markensachen befinden sich nördlich des Goldenen Hornes in der Neustadt nach Beyoglu oder auch Nisantasi. Dort kann man in kleinen putzigen Antiquariaten nach etwas Besonderen stöbern oder natürlich schicke D esigner-Produkte bewundern.
Nördlich davon, nämlich in Sisli und auch Etiler kommt auch die Istanbuler Schickeria nicht zu Kurz. Deutlich wird, dass die Konsumpaläste architektonische wie auch vom Ambiente her deutlich einen amerikanischen oder auch westeuropäischen ähnlichen Stil annehmen. Hier befindet sich zudem der Ak Merkez, ein gigantisches Einkaufszentrum.

Am Stadtrand von Istanbul findet man glitzernde, vollklimatisierte und bisspät in die Nacht geöffnete Konsumtempel. „In den Shoppingmalls befindet man sich wie in einem anderen Land, es ist wie einen kleinen Kurzurlaub für uns Istanbuler“, sagten einige Befragten, die zwischen 16 – 21 Jahre alt waren. Meist junge, in Markenkleidung angezogene, die frei von materieller Sorgen sind, bummeln durch die Läden.

Das Kontrastprogramm ist der berühmteste historische Warentempel derStadt ist natürlich der Kapakli Carci (der Große Bazar). Doch die Einheimischen haben uns gewahrt, wir sollten mit großer Vorsicht dort einkaufen. Der Große Markt sei sehr touristisch kommerziell geworden, sodass Einheimische selbst dort nur selten einkaufen. Sollten man jedoch seinen persönlichen Tarumstück gefunden zu haben, so gilt es, wie auf allen istanbuler Märkte, handeln, handeln und feilschen.
Der zweite, kaum weniger berühmte Basar ist der Misir Carci (Ägyptischer Basar). Er wird auch Gewürzbasar genannt, wo man viele verschiedene Küchenessenzen mitnehmen kann.

Faszinierend sind hier die farbenfrohen Gewürze und auch ihr intensiver Duft, der einmalig ist. Rund um diesen Basar kaufen die Istanbuler
ihre Bekleidung. Hier findet man kleine Läden, oder die Waren werden auf Karren zum Verkauf gegeben. Günstiger können die Istanbuler kaum mehr einkaufen. Doch in Istanbul man findet man noch eine weitere Bekleidungsgrube, nämlich im Textilstadtteil Laleli auch die Russenmärkte genannt, findet man unzählige Läden, die preisgünstige Textilwaren anbieten. Hier ist man auf Großkunschaft eingestellt.

Ein dritter Basar, der unterhalb von Sultanahmeti liegende Arsata Basar, ist mit seinen Teppichläden und Souvenirartikeln praktisch nur für die Touristen, die man in großer Zahl vorfindet, eingerichtet worden.
Im Gegenteil zu dem Arsata Basar, der für mich persönlich sehr s
teril und leblos wirkt, dominieren die beiden oben genannten Basaren eine gewisse historische Magie.

Nach unsren Gesprächen und Interviews mit den Einheimischen, bekamen wir noch den Tipp den angenehmen Marktviertel von Kadiköy auf der asiatischen Seite zu besuchen. Südlich des Marktviertels von Kadaköy erstreckt sich die kilometerlange Bagdar Caddesi, an der große Kaufhäuser und auch Boutiquen, die wieder den modernen, westlichen orientierten Shopping-Kunden ansprechen.

Und wem alles immer noch nicht reicht, der kann die alten Wochenmärkte Mahalle Pazari besuchen, die fast alle Stadtteile an einem verschiedenen Tag der Wochen durchführt.


Wandern im Einkaufszentrum

Etwas lustiges erzählte uns ein Passant auf der Istiklal. Er erzählte uns, dass man in Istanbul an manchen Wochenenden in den Einkaufszentren wandern gehen kann. Wandern mitten im Herz einer Großstadt? Hört sich lustig an aber auch das ist in Istanbul möglich! Allerdings nicht so, wie sich das viele im klassischen Sinn des Sportes vorstellen. Seit kurzem öffnet das Einkaufszentrum Akmerkez zwei Mal wöchentlich seine Türen zwischen acht und zehn Uhr für die Istanbuler Wanderfreunde. Nach der Anmeldung am Informationsstand geht es sportlich bekleidet durch die drei Etagen des Konsumtempels. Entlang Wegweisern und Routen werden pro Etage etwa 320 Meter zurückgelegt und die Gesamtstrecke beträgt pro Runde einen Kilometer. Was man nicht alles in Istanbul erleben kann.



Istabul hat eine höchst lebendige, moderne Nachtszene. Sie ist jedoch noch jung und in ständigem Wandel begriffen. So kann es passieren, dass heute ein Club absolut in ist, morgen aber schon wieder geschlossen ist. Besondres am Wochenende tummeln sich die Nachtschwärmer, Vergnügungssüchtigen und Szenevolk in den unzähligen vollen Bars, Cafés und Clubs in Beyoglu,
vor allem an der Istiklar Caddesi und Siraselviler Caddesi. Auch in den Seitengassen von der
linken und rechten Seite der Istiklar Caddesi in höhe von Taksim-Platz findet man alle Arten von Bars, Nachtclubs und Cafés, wo man sich tagsüber bei einem Glas Tee, Backgammon und einer Wasserpfeife (Nargile) trifft und die Abendstunden mit lebendiger und bunter Szene-und Live-Musik verbringt. Man testet im Durchschnitt 2-3 Tanz- und Muziklokale.
Die Straßen vibrieren und pulsieren. Hier verschmilzt Arabesk mit Hype und Jazz mit türkischem Fsil, Rock mit Techno. Die Metropole am Bosporus gilt als Mekka der Musik.

Wenn man dann zwischen zwei und drei Uhr zurück zum Taksim-Platz geht, erlebt man nur ein Heer von Menschen und Taxis.
Fassungslos mag sich einer fragen, wie all diese Cafés, Bars und Restaurants überleben können. Sie sind nicht nebeneinander aufgereit, sondern auch in den darüberliegenden Etagen. Die Anzahl der Bars ist nicht nur für uns, sondern auch für die Istanbuler unüberschaubar. Doch das macht den wenigen was aus, denn es gib immer hinter jeder Ecke und in jeder Etage etwas neues zu entdecken.
Eine ruhigere und eher intellektuell orientierte Alternative stellt sich das Studenten-Nachtleben in Kadiköy auf der asiatischen Seite dar. Hier findet man natürlich nette Bars und Muzikkneipen, ohne das man, wie in Beyoglu, den Überblick ganz verliert. Viele junge Befragten, haben uns berichtet, dass Beyoglu zu hektisch, zu über- und ausgedehnt sei.

Etwas ruhiger geht es auch in Ortaköy am Bosporus zu, das sich erst in den letzten Jahren mit vielen Kneipen zu einem In-Viertel entwickelt hat. Ortaköy zeichnet sich vor allem mit seinen großen Open-Air-Discos aus. Dort treffen sich vor allem die Schönen und Reichen.

Aber auch in den neuen Clubszene in den Stadtteilen Levent und Etiler haben sich zu modernen und ziemlich angesagten Nightlife-Plätzen behaupten können. Immer noch im Trend liegen die schwimmenden Disco-Nightlife-Plätze, denn hier findet man auf den dem Ufer vorgelagerten künstlichen Inseln und Vergnügungsbooten die vollen Bässen an den Wochenenden die ganze Nacht.

Abends trifft sich die einheimische Bevölkerung in den zahlreichen Restaurants am Marmarameer im Stadtteil Kumkapi, Südlich der Yeniceriler Caddesi.
Die mit etwa 70 Restaurants lägsten Straßentaverne Istanbuls lockte ihre Gäste bereits in
osmaischer Zeit mi
lubs beginnt in der Regel um 22 Uhr und endet erst in den frühen Morgenstunden mit einem traumhaften Sonnenaufgang über den Bosporus. Zu den besten und beständigen Adressen gehören das Babylon mit seiner Performances und Rock-Pop-Konzerten sowie das Kamanci, das mit drei Bühnen und Rock-, Funk- sowie Heavymetal-Bands jedem Publikum gerecht wird.




My Istanbul Guide



Dieses Referat wurde von den Studenten der TU-Darmstadt erstellt.

Ausgearbeitet von: Emine Karacaoglu , Serdar Yavuz , Josip Pranic , Ljubica Duceva